Wolfsrufe
Ich rieche fremden hier... Wer bist du? Oh du bist neu im Wald! Komm ich zeige dir alles! Das Schattenrudel lebt im Schattenwald. Im Lichtwald leben die ausgerissenen Hunde, die jetzt Streuner genannt werden. Einige Einzelgänger gibt es auch. Und natürlich die normalen Hunde die bei den Vertikalen und ihren Brüllern leben. Willst du dazu gehören?

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Lebe in einem Wald wo vier Rudel leben und auch Einzelgänger... Wirst du ein Wolf sein oder bist du ein Hund?
 
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 Sorenias Wald

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Sorenias Gesandte
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    BeitragThema: Sorenias Wald   So Jul 17, 2016 2:40 pm

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    Beschreibung:
     


    Pro Charakter mindestens 900 Zeichen! Welpen noch 60 Wörter.
    Zur Info: Sorenia dürfen alle spielen, die mindestens einen Charakter in ihrem Rudel haben!


    Wenn mir langweilig ist, dann ist mir langweilig. Ich entschuldige mich dafür. Ich werde mich nicht blamieren, ich vertraue auf ihn und ich glaube ihn. Man kann nichts falsch machen. Jeder macht Fehler und Menschen, die jemanden auf ihre kleinen Fehler beurteilen, haben schon viel schlimmere Fehler gemacht... Fehler sind wichtig, wir lernen aus ihnen.

    Mein Sinn und ich *-*:
     




    Zuletzt von Sternenseele am Mi Jun 21, 2017 9:35 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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      BeitragThema: Re: Sorenias Wald   Di Aug 16, 2016 11:20 am

      Laurina – tot – Sorenias Rudel
      Eine Bildschöne Wölfin saß am Rande eines kleinen Sees, mitten im Wald. Das Zwitschern der Vögel war melodisch und die Sonnenstrahlen, die wie einen Heiligenschein den Kopf der Wölfin erhellten, schienen unwirklich. Denn so war es auch...
      Laurina war tot, ermordet von ihrem Beta. Sie war noch nicht alt gewesen, in der Blüte ihrer Jahre.. und sie hatte noch so viele Pläne gehabt. Wollte die Welpen ihrer Mädchen begrüßen, ihren Enkeln Geschichten erzählen, dem Rudel eine gute Alphawölfin sein... Doch dies war ihr nicht vergönnt, viel zu früh war sie aus dem Leben gerissen worden. Hatte ihre geliebten Töchter, ihr geliebtes Rudel unter der Führung eines Mörders zurück gelassen. Schuldgefühle durchfluteten sie. Hätte sie doch früher die wahren Machenschaften Palons erkannt... Aber woher hätte sie dies auch wissen sollen? Wie sehr er sich nach ihr verzehrt hatte. Wie weit er gegangen war, um sie zu besitzen... Und doch... sie hatte genug Zeit gehabt darüber nachzudenken... und die Anzeichen waren schon immer da gewesen... Sie hätte es verhindern können, hätte ihre beiden Töchter nicht mit ihm alleine lassen dürfen... Mit Wehmut hatte sie beobachtet, wie Tormenta und Zunnamy den Mörder ihrer Mutter töteten. Nie hätte sie gewollt, dass ihre Töchter dies taten. Hatte nie gewollt, dass sie dies auf ihr Gewissen lasten. Laurina schloss die Augen, vertrieb die dunklen Gedanken.
      Sie ließ ihre Seele aus ihrem Körper verfahren, zu einem ganz bestimmten Ort... Mit zärtlichem Blick sah sie ihre älteste Tochter an. Tormenta hatte den Platz ihrer Mutter als Alphawölfin eingenommen und Laurina war stolz auf sie, sehr stolz. Zärtlich leckte sie ihr über die Wange, obwohl Tormenta dies nicht spüren würde. Wie gerne wäre sie bei der Geburt dabei. Wie gerne hätte sie ihre Tochter durch ihre Anwesenheit unterstützt. Aber es war nicht möglich.
      Kummer verschattete für einen kurzen Augenblick das unglaubliche Blau ihrer Augen, bevor sie sich wieder sammelte. Ihr Blick wandte sich dem Kater zu, der sich soeben neben Tormenta niederließ. “Xaro...“, flüsterte sie leise.
      Sie kannte den Heiler, war des öfteren mit seiner kühlen, sehr sturen Art aneinander gestoßen. Aber sie hatte sich stets auf ihn verlassen können und es erleichterte sie zu sehen, dass er Tormenta die selbe Treue entgegenbrachte wie damals ihr. Xaro schien ihrer Tochter nahe zu stehen und für einen kurzen Moment blitzte der Verdacht in ihr auf, er könnte der Vater der ungeborenen Welpen sein. Doch dann schüttelte sie mit einem Lächeln den Kopf. Was für unsinnige Gedanken. Xaro hatte nie Interesse an einer Wölfin gezeigt und Tormenta würde sich sicher jemanden suchen, der weniger Gefühlskalt war. Jemand, der auch offen zu ihr stehen würde und sie kein Geheimnis aus dem Vater machen könnte. Jedenfalls hoffte sie dies... Ganz sicher war sie sich nun nicht mehr. Sie würde beobachten... war sie doch selbst Neugierig, wer es geschafft hatte, ihrer Tochter so nahe zu kommen wie niemand zuvor.

      Erwähnt: Tormenta, Zunnamy, Xaro
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        BeitragThema: Re: Sorenias Wald   Mi Aug 17, 2016 6:14 pm

        //denk daran, es sind Wölfe, keine Katzen!

        Misha

        Übermütig tollte der Rüde über die Wiese. Immer wieder sprang er in die Luft und versuchte, einen Schmetterling zu fangen. Noch immer erfreute es sich über die jugendliche Kraft in seinen Muskeln und kostete diese ohne Scham aus. Bevor er starb war er nicht mehr der Jüngste gewesen und sein Fell war stumpf und glanzlos gewesen. Doch nun war es glänzend und lag glatt an seinem Körper an.
        Der Schmetterling flatterte höher und war nun nicht mehr zu erreichen für den übermütigen Rüden. Hechelnd schaute er sich um und entdeckte Laurina am Ufer des Sees. Mit weiten Sprüngen näherte er sich der hübschen Fähe und wollte sie stürmisch begrüßen, bis er bemerkte, dass sie zwar körperlich anwesend war, doch ihr Geist irgendwo anders. Spielerisch stieß er die Fähe an. Spionierst wohl dem Rudel hinterher, was? Wann lernst du endlich, das Rudel in Ruhe zu lassen? Sie kommen ganz gut ohne dich zurecht.
        Er selbst war kurz nach Laurinas Ernnenung zur Alpha gestorben. Umso erschütterter war er, als sie plötzlich starb und hierher kam. Schließlich war sie noch jung und voller Pläne gewesen. Der Rüde wusste es zu schätzen, dass er selbst ein langes und erfülltes Leben hatte, auch wenn nicht alles gut gewesen war. Wie zum Beispiel der Tod seiner Welpen durch seine Gefährtin Naja... Natürlich kam sie nie zu Sorenias Rudel, nachdem sie starb. Er hatte aber auch nie nach ihr gesucht.
        Wieder stieß er die hübsche Wölfin an und zog er dabei die Vorderbeine weg. Vergnügt blinzelte er und wedelte mit dem Schwanz. Komm schon, sei nicht immer so besorgt. Du hast deine Pflichten erfüllt und kannst nun hier bleiben, bis du vergessen wirst. Das wird wohl noch einige Zeit dauern, wahrscheinlich bin ich schon lange vor dir vergessen worden. Noch einmal knurrte er spielerisch und schaute dann hinab zum Grund des Sees.
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          BeitragThema: Re: Sorenias Wald   Do Aug 18, 2016 2:09 pm

          Laurina – Sorenias Rudel – tot
          Sie war noch dabei ihre Älteste Tochter zu beobachten und schnurrte fast wie eine Katze, während die mütterliche Liebe zu Tormenta sie überflutete. “Wenn du wüsstest, wie sehr ich dich vermisste, meine Kleine...“, flüsterte die Fähe leise. Sie hatte es ihr viel zu selten gesagt, so kam es ihr vor. Hatte nicht damit gerechnet, so schnell von ihnen getrennt zu sein. “Ich würde alles dafür geben, wieder bei euch zu sein.“ Und dies stimmte. Sie hätte ihre Vergangenheit geändert, wenn möglich. Hätte den Posten der Alphafähe abgelehnt, hätte sie ein zweites Leben leben können. Laurina hatte sich mit ihrem Tod nicht abgefunden... noch immer nicht... und es zerfraß sie innerlich.
          Trauer um das verpasste... Stolz auf ihre Töchter... Liebe zu ihrem Rudel... Wut auf dem, der ihr alles genommen hatte... dies alles kämpfte in der schönen Wölfin. Sie war abgelenkt. Da hier keine Gefahr drohte, konnte sie sich dies leisten... doch hatte sie nicht damit gerechnet, dass der Angriff von einem der Mitglieder in Sorenias Rudel kam. Erschrocken wurde sie in ihren Körper zurück gerissen und wirbelte herum. Das Fell leicht aufgestellt und die Zähne gebleckt. Als sie Misha erkannte, beruhigte sie sich allerdings sofort und meinte in gespielt Hochmütigen Ton: “Ich achte nur darauf, dass auch alles im Rudel mit rechten Dingen zu geht! Zudem bin ich einfach zu neugierig, wer der Vater meiner Enkel ist!“ Dabei funkelte ihre Augen schelmisch – und ein wenig verlegen, weil sie ertappt worden war. Sie wusste selbst, dass das Rudel auch ohne ihre Führung überlebte... Aber sie konnte es doch nicht lassen, zu beobachten. Um mit ihrem Tod abzuschließen, musste sie in der Gegenwart leben... und die Vergangenheit endlich ruhen lassen. Aber so sehr sie es auch versuchte... es gelang ihr einfach nicht.
          Bei den weiteren Worten des Rüden blickte sie ihn an. Tiefe Trauer in den blauen Augen. “Habe ich das wirklich, Misha? Ich habe das Gefühl, ich hätte sie alle im Stich gelassen.“, flüsterte sie. “Ich kann einfach nicht anders, als sie zu beobachten. Im Stillen über sie zu wachen!“ Sie hatte sich schon den Kontakt zu ihren Töchtern Verboten. Besuchte sie nicht in ihren Träumen, so sehr sie dies auch wollte. Sie wandte den Kopf leicht ab und wurde erneut überrascht, als der braun-schwarze Rüde ihr die Vorderbeine wegzog und ihr somit den Boden unter den Pfoten entzog. Bevor sie unelegant zu Boden plumpste, rollte sich sich zur Seite weg und erhob sich wieder. “Ich habe nicht vor vergessen zu werden!“, knurrte sie und startete einen gespielten Angriff, indem sie um den Rüden herumschlich und nach seiner Rute schnappte, als er ins Wasser blickte. Sie kannte ihn noch von ihrer Zeit als Kriegerin.Hatte ihn als einen treuen, aufopferungsvollen Wolf in Erinnerung, der alles für sein Rudel gab – und immer nur das Gute in allen zu sehen schien. Sie meinte sich zu erinnern, dass er von einer Wölfin sehr verletzt wurde, aber sicher war sie sich nicht. Hatte nur Geschichten darüber gehört. Er starb, kurz nachdem sie zur Alpha wurde und es war ein herber Schlag für das Rudel gewesen, auch, wenn er ein langes Leben geführt hatte.

          Angesprochen: Misha
          Erwähnt: Laurina

          Out: Ich weiß ^^ Wird mir noch öfter passieren.
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            BeitragThema: Re: Sorenias Wald   Do Aug 18, 2016 7:14 pm

            Misha

            Überrascht schnappte der Rüde nach Luft, als spitze Zähne sich in seine Rute reinbohrten. Trauer überkam ihn, als er daran erinnert wurde, wie seine Welpen es genau so bei ihm gemacht hatten. Dann hatte er sich immer umgedreht und spielerisch nach ihnen geschnappt. Immer war es der gleiche Ablauf gewesen und doch hatten die Welpen Spaß dabei gehabt und hatten es immer wieder gemacht, sogar als sie schon Schüler waren. Er vermisste seine Kinde, obwohl die meisten hier waren. Doch das tröstete den Rüden kaum, denn sie sollten noch leben, hätte seine einstige Gefährtin nicht beschlossen, sie zu töten. Nein, er wollte nicht daran erinnert werden und knurrte leise.
            Mit fröhlich blitzenden Augen schaute er Laurina an und zog seine Rute aus ihrem Griff. Wenn deine Tochte es geheim hält, dann will sie sicherlich auch nicht, dass ihre Mutter es weiß. Einige Geheimnisse sollten geheim bleiben, also lass ihr etwas Privatsphäre. Sein bellen war sanft, aber auch bestimmt. Er hob eine Pfote und stieß die Schnauze der hübschen Fähe zur Seite. Hier hatte er endlich seinen Frieden gefunden und schaute kaum mehr zurück zum Rudel. Fast seine komplette Familie wanderte in Sorenias Rudel, weshalb sollte er das Rudel noch aufsuchen? Doch bei Laurina war es wohl anders. Sie war noch nicht so lange tot wie er und sie fühlte sich wohl noch immer verantwortlich für das Rudel.
            Plötzlich erregte ein Hase seine Aufmerksamkeit. Hunger hatte er keinen, hier erlebte man keinen richtigen Hunger. Doch das Jagen und das Rennen hatte so einen Kick, den er immer wieder genoss. Der Rüde war schon immer ein schneller Läufer gewesen und legte einen schnellen Sprint ein. Natürlich witterte die Beute die Gefahr und floh. Dennoch gab er nicht auf und versenkte seine Zähne schließlich in der Wirbelsäule des Tieres. Stolz trabte er zu der ehemaligen Alpha und legte die Beute ab. Magst du ein Stück? Ist noch frisch.
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              BeitragThema: Re: Sorenias Wald   Do Aug 25, 2016 9:42 pm

              Laurina – Sorenias-Rudel
              Zufrieden schmunzelte sie, als sie Mishas Rute tatsächlich mit den Zähnen zu fassen bekam und er überrascht nach Luft schnappte. “Hab ich dich...“, murmelte sie mit Fell im Maul. Sie vermisste das Spielen... das Herumalbern mit anderen... die Gegenseitige Nähe... Hier kam es so selten vor, dass man sich gehen ließ. Als müsse man reifer, weiser sein als die Lebenden. Aber vielleicht kam ihr das auch einfach nur so vor. Doch im nächsten Moment entwand sich Misha ihrem Griff und funkelte sie fröhlich an. Laurina aber hatte den kurzen, traurigen Blick Ausdruck gesehen und legte die Ohren zur Seite.“Misha? Ist alles okay?“, fragte sie leise und leckte ihn tröstend über die Wange, obwohl sie nicht wusste, worum es ging. Noch immer hatte sie das Gefühl, sie müsste ihrem Rudel die Sorgen und Ängste nehmen.
              Kurz darauf allerdings nahm ihre mitfühlende Miene erneut einen hochmütigen Ausdruck an und gespielt arrogant meinte sie: “Eine Mutter macht sich immer Sorgen um ihre Welpen – und das bleiben sie, egal wie alt sie sind. Ich habe einfach nur Angst, dass Tormenta sich in etwas verstrickt, was sie verletzen könnte. Wenn ich bei ihr wäre, würde sie sich mir sicher anvertrauen.“ Aber sie war nicht da... hatte Tormenta im Stich gelassen... Vielleicht war sie schuld daran, dass sie sich an der starken Schulter eines Wolfes angelehnt hatte, der es nicht verdient hätte... Laurina war schon immer neugierig gewesen – grade, wenn es um die heimlichen Schwärmereien ihrer Mädchen ging... Tormenta war eigentlich immer die vernünftige gewesen... Zunnamy war er Wildfand, der ihre graues Fell beschert hatte. Darum hatte sie erwartet, dass ihre jüngste irgendwann von einem unbekannten Trächtig ankam... und nicht die jetzige Alpha. In Gedanken ging sie schnell die Potentiellen Rüden im Rudel durch. Tasaju ist ein sehr gutaussehender Rüde – aber er ist jünger als Tormenta und das würde sie sicherlich stören... Tonda wäre da schon eher denkbar, er war wie ein Fels in der Brandung und Laurina selbst hätte sich von den Rüden im Clan wohl wenn, dann ihn ausgesucht – aber ihre Tochter war nicht sie. Zu Xaro brauchte sie ja nicht mehr viel sagen... wenn ihre Tochter tatsächlich irgendwas mit ihm angefangen hatte, verdiente sie eine Tracht Prügel... Er würde ihr auf Dauer nur weh tun... und Cielo? Wäre Laurina persönlich zu... normal, um es nicht langweilig zu nennen. Die Fähe verzweifelte... und war verdammt versucht, ihre Tochter in ihren Träumen zu besuchen, um es herauszufinden.
              Als sie eine Bewegung aus den Augenwinkeln sah, blickte sie zu Misha, der hinter einem Hasen herjagte. In ihren Pfoten kribbelte es, sich der Jagd anzuschließen. Doch sie unterdrückte den Drang, beobachtete nur und knurrte bewundernd, als der Rüde die Beute fing – und ihr ein Stück anbot. Ein wenig überrascht sah sie ihn an, dann wurde ihr Gesicht weich. “Vielen Dank, Misha. Gerne.“, sagte sie leise und biss ein Stück vom Hasen ab. Schloss genießerisch die Augen. Obwohl sie Nahrung hier nicht brauchte... war es einfach eine Wohltat.
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                BeitragThema: Re: Sorenias Wald   Fr Aug 26, 2016 4:16 pm

                Misha

                Es störte ihn, dass die Fähe ihn bedrängte. Ihn fragte, ob alles okey wäre. Natürlich war nicht alles okey, denn wieder und wieder wurde ihm das Herz gebrochen, ehe er endlich hier Frieden schließen konnte. Doch niemals hatte er an seinem Rudel gezweifelt und auch nicht den anderen Wölfen auf der Welt. Nur weil einige Wölfe bösartig waren, hieß es nicht, dass alle Wölfe böse sein mussten. Er hatte alles eingesteckt, was ihm das Leben geboten hatte und irgendwann wurde er dochbelohnt, oder? Er hatte seine Seelengefährtin gefunden und mit ihr wunderbare Welpen bekommen. Wieso sollte er immer an eine Fähe denken, die Herz zerrissen hatte, indem sie ihm das wertvollste genommen hatte, was er besessen hatte? Nein, er würde weiter nach vorne sehen und nie wieder an seine ehemalige Gefährtin denken.

                Natürlich ist alles in Ordnung. Schließlich sind wir hier und haben ein gutes Leben... obwohl wir tot sind, versteht sich.

                Der schwarz-braune Rüde wollte nicht abweisend wirken und schaute Laurina deswegen fröhlich an. Sein Blick änderte sich auch nicht, als sie wieder ihre Sorgen um ihre Töchter aussprach. Dennoch fand er, dass sie sich unnötig sorgte, da ihre Welpen erwachsen waren und sogar ganz oben in der Hierarchie standen. Er konnte förmlich sehen, wie die weiße Fähe darüber nachdachte, wer der Vater ihrer ungeborenen Enkel sein wird. Seiner Meinung nach sollte sie sich entspannen und ihrer Tochter vertrauen, die scheinbar alles im Griff hatte. Scheinbar hatte sie die Führungsstärke ihrer Mutter geerbt, denn der ehemalige Krieger hatte das Rudel nach seinem Tod einige Zeit beobachtet, da er sich einfach nicht davon trennen konnte. Nun konnte er es und hatte es seitdem sorgenfreier.

                Man könnte fast meinen, du traust Tormenta nicht. Du weißt so gut wie ich, dass sie auf sich aufpassen kann und recht vernünftig ist. Sie will scheinbar diese Welpen unbedingt haben, also muss der Vater doch ein guter Wolf sein.

                Zufrieden beobachtete er, wie die ehemailige Alpha das Kaninchen annahm und nahm sich selbst auch ein Bissen davon. Nichts konnte es mit dem Geschmackvon Kaninchen aufnehmen. Glücklicherweise gab es hier Beute, denn sonst würde er faul und fett werden und das würde ihn irgendwann wahnsinnig machen. Genüsslich schleckte er sich über die Lefzen und betrachtete den See. Seine bernsteinfarbenden Augen schauten aus dem Wasser zurück, weshalb er eine Pfote ausstreckte und die Wasseroberfläche berührte. Das Spiegelbild verzerrte sich zwar, doch verschwand nicht. Begeistert ließ er seine Pfote auf das Wasser niedersausen und spritzte sich selbst und seine Umgebung nass. Glücklich bellte der Rüde und sprang auf. Schon als Welpe hatte er Wasser geliebt und war für sein Leben gern geschwommen.
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                  BeitragThema: Re: Sorenias Wald   Sa Aug 27, 2016 2:58 pm

                  Laurina
                  Skeptisch sah sie den Rüden an, ihre blauen Augen blickten misstrauisch als er fröhlich meinte, dass alles okay wäre. Sie öffnete bereits wieder den Mund um etwas zu erwidern, als sie es sich anders überlegte. Wenn Misha nicht darüber sprechen wollte, dann würde sie ihn nicht drängen. Ihren Gefährten hatte sie damals nie aus der Reserve locken können. Je mehr sie drängte, desto mehr zog er sich zurück. Er sprach erst dann, wenn er sich bereit dafür fühlte. Er war das komplette Gegenteil Laurinas gewesen – und sie hatten sich perfekt ergänzt. Stets hatte sie sich auf ihn verlassen können. Er hatte ihr immer den Rücken gestärkt, zu ihr gehalten. Sie vermisste ihn... hatte erwartet, ihn ebenfalls hier zu treffen. Aber dem war nicht so.
                  “Hm... Wie du meinst.“, sagte sie deshalb nur, war aber überhaupt nicht seiner Meinung. Sie persönlich hätte es vorgezogen, einfach aufzuhören zu existieren. Oder wenigstens ohne die Erinnerungen an ein Vergangenes Leben... Aber dem war nicht so – und sie somit gezwungen, sich damit abzufinden. Als er dann erwähnte, dass es so klang als würde sie Tormenta nicht trauen musste sie lächeln. Ihre Augen wurden sanft, als sie antwortete. “Ich weiß, dass sie vernünftig ist und auf sich aufpassen kann... aber ich weiß auch wie es ist, wenn man verliebt ist. Man sieht seinen Gegenüber nicht mit klaren Augen... Ich habe in meiner Jugend selbst Dinge getan, auf die ich nicht stolz bin – und das nur, wegen einem Rüden, der mir den Kopf verdreht hat. Ich liebte die Gefahr die ihn umgab, das mir der Kontakt verboten wurde... Das die Beziehung gegen alle Regeln verstieß...“ Laurina seufzte und schüttelte den Kopf. Wie verliebt sie damals gewesen war... wie lebendig sie sich gefühlt hatte. Wäre es nach ihrem Willen gegangen, wäre sie mit ihm davon gelaufen. Erst nach dem Verlust ihrer Schwester hatte sie schweren Herzens einen Schlussstrich gezogen... Und erst Hanu hatte ihr gebrochenes Herz zum Heilen gebracht. Er war wie ein Fels in der Brandung für sie gewesen. Sie musste grinsen. “Allerdings kommt Tormenta eher nach Hanu – als nach mir. Heißt das sie eigentlich erst denkt... und dann handelt. Zunnamy hingegen ist wie eine Jüngere Ausgabe meinerseits.“
                  Sie legte sich ins Gras, den Geschmack des Kaninchens noch auf der Zunge. Zufrieden rollte sie sich auf den Rücken – bis Wasser auf ihren Pelz traf. Erschrocken sprang sie wieder auf die Beine, schüttelte sich. Sah Misha ungläubig an – wie jemand freiwillig seine Pfote ins Wasser stecken konnte, war ihr ein Rätsel.
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                    BeitragThema: Re: Sorenias Wald   Sa Sep 03, 2016 12:29 pm

                    Misha

                    Als die Wölfin von Liebe sprach, wurde das Herz des Rüden warm und gleichzeitig kalt. Er wusste ganz genau, wir es war, jemanden zu lieben, obwohl es verboten war. Wie ähnlich er und Laurina scheinbar waren, obwohl sie zu Lebzeiten nicht viel gemeinsam zu tun hatten. Klar, sie lebten im selben Rudel und hatten viel gemeinsam gemacht, dochrichtig gekannt hatte er sie nicht. Forschend schaute er die Fähe an und war kurz versucht, ihr alles zu erzählen. Vielleicht würde er sich dann besser fühlen, auch wenn Naja ihre gerechte Strafe bekommen hatte. Doch genau so gut könnte sein Herz abermals brechen und vielleicht niemals heilen. Deshalb entschloss er sich, ihr nur von Lily zu erzählen. Ich liebte einst auch eine Wölfin. Sie war eine Einzelläuferin. Ihr Name war Lily und es war kurz nach meiner Ernenung zum Krieger, als ich sie kennenlernte. Wir haben uns immer heimlich getrofen, doch irgendwann tauchte sie nicht mehr auf. Ich war zwar enttäuscht darüber, aber im Nachhinein habe ich erkannt, dass diese Liebe eh nicht lange bestanden hätte. Heute würde ich sagen, dass es keine richtige Liebe war, sondern eine Schwärmerei, die Lily beendet hatte. Seine Stimme klang belustigt, bei der Erinnerung an seine erste Gefährtin. Er hoffte, sie hatte den Richtigen gefunden und war glücklich mit ihm geworden. Zufrieden bellte er auf, als die weiße Fähe nass wurde und ihn entsetzt anschaute. Er wusste, dass sie Wasser nicht sehr gerne mochte, was er nicht verstehen konnte.
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                      BeitragThema: Re: Sorenias Wald   

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